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Erzdiözese New York zahlt 800 Millionen Dollar an Missbrauchsbetroffene

DW News · 2026-10-25
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Rund 1.300 Betroffene sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche haben einem Vergleich mit der Erzdiözese New York über 800 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 714 Millionen Euro, einstimmig zugestimmt. Damit sollen jahrelange Rechtsstreitigkeiten beendet werden. Die Vereinbarung war im Mai von der Erzdiözese vorgeschlagen worden und soll Anfang November formell unterzeichnet werden.

Nach Angaben der „New York Times“ erhält jede anspruchsberechtigte Person voraussichtlich mindestens 250.000 Dollar. Je nach Ausmaß des erlittenen Missbrauchs sind höhere Entschädigungen möglich. Der Opferanwalt Jeff Anderson bezeichnete die Zustimmung als wichtigen Schritt zu Gerechtigkeit und Rechenschaft. Er würdigte den Mut und die Beharrlichkeit der Betroffenen, die diese Aufarbeitung ermöglicht hätten.

Erzbischof Ronald Hicks schrieb an den Klerus, die Einigung könne zu Heilung und Versöhnung beitragen. Hicks war im Dezember 2025 von Papst Leo ernannt worden und hatte Kardinal Timothy Dolan abgelöst. Dolan hatte zuvor den Aufbau eines Entschädigungsfonds über 300 Millionen Dollar angestoßen. Der nun vereinbarte Vergleich zählt zu den größten Zahlungen wegen sexuellen Missbrauchs durch Geistliche in den USA. Nur die Erzdiözese Los Angeles vereinbarte 2024 mit 880 Millionen Dollar eine noch höhere Summe.

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Quelle: DW News

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