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So funktionieren die US-Zwischenwahlen und darum sind sie für Trumps Präsidentschaft entscheidend

DW News · 2026-10-28
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Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November wird nicht über das Weiße Haus, sondern über die Machtverhältnisse im Kongress entschieden. Sämtliche 435 Sitze des Repräsentantenhauses stehen zur Wahl; die Abgeordneten vertreten nach Bevölkerungszahl zugeschnittene Bezirke und amtieren zwei Jahre. Im Senat, in dem jeder Bundesstaat unabhängig von seiner Größe zwei Sitze hat, werden 35 der insgesamt 100 Mandate neu vergeben. Senatorinnen und Senatoren bleiben sechs Jahre im Amt. Zusätzlich wählen 36 Bundesstaaten ihre Gouverneure, die unter anderem großen Einfluss auf Abtreibungsrecht, Bildung und Wahlverfahren haben.

Derzeit kontrollieren die Republikaner beide Kongresskammern, allerdings mit knappen Mehrheiten. Im Repräsentantenhaus stehen 218 Republikaner 214 Demokraten und einem meist republikanisch stimmenden Unabhängigen gegenüber; zwei Sitze sind unbesetzt. Den Demokraten würden vier zusätzliche Mandate zur Mehrheit reichen, und Beobachter rechnen damit, dass ihnen zumindest die Übernahme dieser Kammer gelingt. Im Senat halten 53 Republikaner 45 Demokraten und zwei meist mit ihnen stimmenden Unabhängigen gegenüber. Bei einem Patt von 50 zu 50 entscheidet Vizepräsident JD Vance.

Die Abstimmung gilt zugleich als Urteil über Donald Trumps zweite Amtszeit, während seine Zustimmungswerte auf einem Rekordtief liegen. Verlieren die Republikaner eine oder beide Kammern, könnte der Kongress Trumps innen- und außenpolitische Vorhaben deutlich stärker begrenzen. Aufmerksamkeit gilt auch Texas, wo der Demokrat James Talarico laut Umfragen gleichauf mit dem Republikaner Ken Paxton liegt. Ein demokratischer Sieg wäre historisch: Seit 1994 hat dort kein Demokrat mehr ein landesweites Amt gewonnen.

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Quelle: DW News

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