Papst Leo XIV. kehrt nach Lungenkrebs-Operation in den Vatikan zurück
Papst Leo XIV. hat das römische Gemelli-Krankenhaus am Samstag verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Dem 71-jährigen Kirchenoberhaupt war am Dienstag operativ ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden, um einen bösartigen Tumor zu entnehmen. Die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora gaben nach Blutuntersuchungen und einer Röntgenaufnahme am Samstagmorgen grünes Licht für die Entlassung. Den Befund eines verdächtigen Knotens hatte der Papst am Sonntag zuvor nach dem Angelusgebet selbst öffentlich gemacht.
In der Klinik nahm Leo XIV. bereits wieder erste Pflichten wahr: Er feierte die Messe und forderte am Freitag in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Waffenruhe für die besetzte ukrainische Stadt Oleschky. Während alle offiziellen Audienzen bis zum 20. Oktober abgesagt bleiben, will das Oberhaupt der weltweit 1,4 Milliarden Katholiken das sonntägliche Angelusgebet wieder aus den Gemächern des Apostolischen Palastes am Petersplatz leiten.
Ungewiss ist jedoch eine für den 6. bis 17. November geplante Südamerikareise nach Uruguay, Argentinien und Peru, wo Leo XIV. vor seiner Wahl zwei Jahrzehnte als Missionar verbrachte. Weitere Testergebnisse und die Empfehlungen der Mediziner sollen über die Reisetauglichkeit und die nächsten Behandlungsschritte entscheiden.
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