Wer Europa bei den Friedensgesprächen zur Ukraine vertritt
Während die USA versuchen, Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland wieder in Gang zu bringen, sorgt in Brüssel eine zentrale Machtfrage für Spannungen: Wer ist befugt, die Europäische Union in diesem Prozess politisch zu vertreten? Im Mittelpunkt steht Björn Seibert, der einflussreiche Kabinettschef von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sein wachsender Einfluss wirft Fragen darüber auf, wie die europäische Position abgestimmt und nach außen vermittelt wird. Zugleich könnte der finnische Präsident Alexander Stubb eine größere Rolle in den diplomatischen Bemühungen anstreben.
Daneben untersucht die Europäische Kommission die Reiseplattform Booking.com. Sie will klären, ob das Unternehmen seine Kundinnen und Kunden ausreichend vor Betrugsversuchen und gefälschten Angeboten schützt. Hintergrund sind unter anderem verdächtige Nachrichten, die über oder im Namen der Plattform bei Reisenden eingehen können. Gegenstand der Prüfung ist damit nicht ein einzelner Vorfall, sondern die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen des Anbieters.
Außerdem empfängt Brüssel 19 neue Botschafterinnen und Botschafter. Zu den vertretenen Ländern zählen Großbritannien, Kanada, die Ukraine und Indien. Ihre Ankunft verändert die personelle Besetzung der diplomatischen Szene rund um die EU in einer Phase, in der Sicherheits-, Handels- und außenpolitische Beziehungen besonders eng miteinander verknüpft sind.
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