Israel-Wahl: Rekordbeteiligung von 77,7 Prozent, Patt zwischen Eisenkot und Netanyahu
Nach den am Dienstag vorliegenden Hochrechnungen bleibt die israelische Parlamentswahl unentschieden. Der Block des Oppositionsführers Gadi Eisenkot kommt demnach auf 52 Sitze, das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu auf 50. Keine der beiden Seiten verfügt über einen klaren Weg zur Regierungsbildung. Für Leserinnen und Leser in Deutschland und der Schweiz bedeutet das: Die Abstimmung liefert kein eindeutiges Mandat, sondern ein knappes Patt, in dem die Regierungsfrage zunächst offen bleibt.
Die Wahlbeteiligung lag bei 77,7 Prozent und war damit so hoch wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht. Das unterstreicht, wie stark die Mobilisierung war, ohne dass sich daraus eine Mehrheit für eine der Blöcke ableiten ließe. Eisenkot liegt knapp vorn, Netanyahu bleibt dicht dahinter; beide bleiben unterhalb einer klaren Mehrheit.
Solange die Auszählung und mögliche Koalitionsgespräche kein anderes Bild ergeben, bleibt die politische Lage in Israel nach diesen Angaben festgefahren. Weder der Vorsprung des Oppositionslagers noch das Ergebnis des amtierenden Ministerpräsidenten reicht aus, um eine Regierung ohne weitere Absprachen zu bilden. Die Zahlen 52 zu 50 und die Rekordbeteiligung von 77,7 Prozent sind der Kern dieses Zwischenstands.
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