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Chinas CSI 300 fällt nach zehn Verlustwochen in den Bärenmarkt

CNBC Top News · 2026-10-22
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Der chinesische Leitindex CSI 300 ist 20 Prozent unter sein Hoch vom Juni gefallen und damit in einen Bärenmarkt eingetreten. Der Index, der 300 der grössten in Shanghai und Shenzhen kotierten Unternehmen abbildet, verzeichnete zehn Verlustwochen in Folge; allein in der laufenden Woche gab er laut LSEG um weitere 2,6 Prozent nach.

Hinter dem Ausverkauf stehen strukturelle Probleme der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Jahrelange Überinvestitionen und hohe Überkapazitäten verschärfen den Wettbewerb und drücken die Gewinnmargen, selbst in international starken Branchen wie der Batterieindustrie. Im September wuchsen die Industriegewinne so schwach wie noch nie im bisherigen Jahr. Zugleich belasten die anhaltende Immobilienkrise und die schwache Konsumnachfrage die Konjunktur; im zweiten Quartal verzeichnete China das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren.

Zusätzlichen Verkaufsdruck erwartet Shaun Rein von der China Market Research Group wegen geopolitischer Unsicherheit, Sorgen über eine KI-Blase und des schwindenden Verbrauchervertrauens. Privatanleger, die laut HSBC rund 90 Prozent des täglichen Handelsvolumens ausmachen, könnten die Schwankungen verstärken und weichen zunehmend auf Anlagen wie Festgelder aus. Rein hält den Kursrückgang dennoch für überzogen: Robuste Exporte und steigende Immobilienpreise in den grössten Städten sprächen eher für eine Vertrauens- als für eine Wirtschaftskrise. Er rechnet 2027 mit einer kräftigen Erholung; auch Chinas Fortschritte bei künstlicher Intelligenz könnten internationales Kapital zurückbringen.

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Quelle: CNBC Top News · über ahirlevel.hu

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