Selenskyj: Starlink wird über der Ukraine weiterhin gedrosselt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhebt schwere Vorwürfe gegen Washington: Das militärisch wichtige Satelliteninternet Starlink des US-Unternehmens SpaceX funktioniere über der Ukraine weiterhin nur gedrosselt. Nach Medienberichten sagte er in Kiew, Tests in europäischen Ländern hätten ergeben, dass die Drosselung ausschließlich sein Land betreffe. Daraus schloss er: "Das heißt, es handelt sich um eine geplante Operation." Die Spannungen zwischen den USA und der Ukraine halten damit an.
Konkret geht es um eine technische Grenze, die die Ukraine nach Selenskyjs Darstellung zu spüren bekommt. Die Satelliten von SpaceX verfolgten demnach keine Antennen auf Flugobjekten, die schneller als 161 Kilometer pro Stunde fliegen. Für die ukrainischen Streitkräfte hat das praktische Folgen, denn viele Drohnen sind auf eine stabile Satellitenverbindung angewiesen, um gesteuert zu werden und Daten zu übertragen.
Laut Selenskyj behindert die Einschränkung ukrainische Drohnen gleich in zwei Bereichen: bei der Abwehr russischer Jetdrohnen und bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen. Beides gilt als wichtig für die Verteidigung des Landes. Ob und wie SpaceX oder die US-Regierung auf die Vorwürfe reagieren, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch die Tests in den europäischen Ländern wurden nicht näher beschrieben, sodass sich die Behauptung einer gezielten Drosselung bislang nur auf die Aussagen des ukrainischen Präsidenten stützt.
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