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Europäische Tech-Chefs warnen vor Kapitulation im KI-Wettlauf

heise online · 2026-10-25
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In Europas Tech-Branche wächst der Streit über die richtige Strategie im globalen KI-Wettlauf. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und andere Spitzenpolitiker setzen stärker darauf, wirtschaftlichen Nutzen aus Anwendungen zu ziehen, statt zwingend mit den führenden Modellentwicklern aus den USA und China zu konkurrieren. Dagegen warnt Mistral-Chef Arthur Mensch unter dem Motto „Build or surrender“ vor einem dauerhaften Bedeutungsverlust Europas.

Auch DeepL-CEO Jarek Kutylowski fordert, die gesamte KI-Wertschöpfungskette in Europa zu halten. Nutzen europäische Unternehmen überwiegend ausländische Basismodelle, flössen steigende Ausgaben etwa in der Softwareentwicklung an Anbieter in den USA, statt vor Ort Ingenieursgehälter und eigene Technologie zu finanzieren. Langfristig drohten damit neue Abhängigkeiten, ein Handelsdefizit und eine schwächere Verhandlungsposition.

Max Junestrand, Chef des schwedischen Legal-Tech-Unternehmens Legora, hält den Aufbau eines konkurrenzfähigen europäischen Frontier-Labors dagegen derzeit für Wunschdenken. Angesichts begrenzter Mittel solle Europa bestehende Technik möglichst profitabel einsetzen. Tatsächlich erfordern Spitzenmodelle enorme Rechenleistung und Investitionen. Die EU-Kommission hat dennoch rund 30 Milliarden Euro für sieben KI-Gigafabriken vorgesehen. Zudem entwickelt ein Konsortium unter Führung der italienischen Firma Domyn ein Frontier-Modell, das in allen EU-Amtssprachen verfügbar sein soll.

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Quelle: heise online · über ahirlevel.hu

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