Katholische Kirche in New York zahlt Missbrauchsopfern mehr als 800 Millionen Dollar
Die katholische Kirche in New York hat sich nach jahrelangen Verhandlungen zu Zahlungen von insgesamt mehr als 800 Millionen Dollar an Betroffene sexuellen Missbrauchs verpflichtet. Nach Angaben der „New York Times“ umfasst die Vereinbarung rund 1300 Opfer. Jedem von ihnen sollen mindestens 250.000 Dollar zustehen.
Die Gesamtsumme liegt deutlich über dem Betrag, der sich allein aus dieser garantierten Mindestzahlung ergeben würde: Bei 1300 Betroffenen wären das 325 Millionen Dollar. Wie die darüber hinausgehenden Mittel verteilt werden und ob sich die einzelnen Entschädigungen nach den jeweiligen Fällen richten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Fest steht jedoch, dass die Vereinbarung einen finanziell außergewöhnlich umfangreichen Abschluss der langwierigen Gespräche darstellt.
Die Zahlungen sollen den erlittenen Missbrauch materiell anerkennen, können dessen persönliche Folgen aber nicht ungeschehen machen. Für die Betroffenen beendet die Einigung zumindest den jahrelangen Verhandlungsprozess und schafft einen verbindlichen Rahmen für Entschädigungen. Zugleich verdeutlichen sowohl die Zahl von etwa 1300 Opfern als auch die Gesamtsumme von mehr als 800 Millionen Dollar das Ausmaß der Fälle innerhalb der katholischen Kirche in New York.
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