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Iran verkündet offensive Militärdoktrin, USA ziehen Diplomaten aus Saudi-Arabien ab

Al Jazeera English · 2026-10-22
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Irans Revolutionsgarde hat ihre bisher als defensiv bezeichnete Militärdoktrin für beendet erklärt und kündigt eine „offensive und asymmetrische“ Strategie an. Bei neuen US-Angriffen wolle Teheran nicht nur zurückschlagen, sondern möglicherweise Nachbarländer angreifen, von denen aus amerikanische Operationen geführt werden. Sprecher Hossein Mohebi zufolge ist Irans Raketenbestand seit dem zwölftägigen Krieg mit Israel im Juni 2025 um das 1,5-Fache gewachsen; auch Reichweite, Präzision und Sprengkraft seien verbessert worden. Überprüfbare Zahlen nannte er nicht.

Zugleich verschärft sich die Lage in der Straße von Hormus. Die Revolutionsgarde meldete Angriffe auf vier Schiffe, denen sie illegale Öltransfers vorwirft, sowie Minentreffer bei drei weiteren Schiffen. Die erneuten Gefahren für eine der wichtigsten Energierouten der Welt und Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien ließen den Preis für Brent-Rohöl auf mehr als 110 Dollar je Barrel steigen.

Washington ordnete deshalb die Ausreise nicht dringend benötigter Beschäftigter und ihrer Familien aus Saudi-Arabien an. Medienberichten zufolge prüfen die USA und Israel neue Angriffe auf Iran. Donald Trump erklärte, direkte Verhandlungen fänden derzeit nicht statt, und stellte baldige Entwicklungen in Aussicht. Teheran bietet unterdessen an, den Schiffsverkehr binnen sieben Tagen wiederherzustellen, falls die USA die Blockade iranischer Häfen beenden, Sanktionen lockern und eingefrorene Vermögenswerte freigeben. Streitpunkt bleibt auch Irans Urananreicherung.

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Quelle: Al Jazeera English · über ahirlevel.hu

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