Vier Tote bei Absturz eines EUFOR-Hubschraubers in Bosnien
Bei einem Hubschrauberabsturz der EU-Mission EUFOR in Bosnien und Herzegowina sind vier italienische Staatsangehörige ums Leben gekommen. Der CH-47 Chinook des italienischen Militärs verunglückte am Donnerstag während eines routinemäßigen Trainings in der Region Brčko, rund 180 Kilometer nördlich von Sarajevo. An Bord befanden sich 15 Menschen.
Nach Angaben des italienischen Verteidigungsministeriums waren die Todesopfer zwei Soldaten und zwei Freiwillige des Roten Kreuzes. Drei Menschen starben unmittelbar nach dem Absturz, ein viertes Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die übrigen elf Insassen werden medizinisch versorgt und befinden sich laut EUFOR in stabilem Zustand. Italien zufolge waren sämtliche Personen an Bord italienische Staatsangehörige. Verteidigungsminister Guido Crosetto sprach den Familien der Getöteten sein Beileid aus.
Auf Bildern bosnischer Medien war das Wrack umgestürzt auf einem flachen Feld zu sehen. Zur Ursache des Unglücks lagen zunächst keine Angaben vor; EUFOR kündigte eine umfassende Untersuchung an und will weitere Informationen veröffentlichen, sobald sie bestätigt sind. Die EU-Mission ist seit 2004 in Bosnien stationiert und löste dort die nach dem Ende des Bosnienkriegs eingesetzte NATO-Friedenstruppe ab. Ihre rund 1.000 bis 1.500 Angehörigen überwachen die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens.
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