Jemens Houthis warnen Passagiere vor Nutzung saudi-arabischer Flughäfen
Nach einem tödlichen Raketenangriff auf den Flughafen in Riad haben die Houthi-Rebellen Reisende und Airlines vor der Nutzung saudi-arabischer Flughäfen und des Luftraums gewarnt. Bei dem Einschlag am Samstag starben mindestens 12 Menschen, über 300 wurden verletzt – der folgenschwerste Angriff auf ein arabisches Golfland seit Beginn des Iran-Kriegs. Laut Militärsprecher Yahya Saree gelten saudi-arabische Airports künftig als militärisches Operationsgebiet; lediglich die heiligen Stätten Mekka und Medina sollen von weiteren Angriffen verschont bleiben.
Der Flugverkehr am Hauptstadtflughafen ruht seither vollständig; laut dem Beobachtungsdienst Flightradar24 wurde die Schließung mindestens bis Sonntagabend um 21 Uhr verlängert. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition stufte den Beschuss als ausgewachsenes Kriegsverbrechen ein und drohte mit harter Vergeltung. Obwohl eine formelle Bekennernachricht der Rebellen noch aussteht, macht Riad die Miliz direkt verantwortlich. Die Attacke markiert die jüngste Zuspitzung einer Serie von Angriffen auf saudi-arabische Öl- und Militäranlagen nach einer vorangegangenen Großoffensive der Koalition.
International rief das Bombardement scharfe Reaktionen hervor. US-Präsident Donald Trump kündigte direkte Beratungen mit Kronprinz Mohammed bin Salman an und stellte eine US-Beteiligung an Gegenschlägen in Aussicht. Während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor einer Destabilisierung globaler Verkehrsknotenpunkte warnte, verurteilte der deutsche Außenminister Johann Wadephul den Angriff als terroristischen Akt gegen Saudi-Arabien und die Zivilluftfahrt.
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