Iranische Revolutionswächter greifen kurdisches Hauptquartier im Nordirak an
Irans Revolutionswächter haben nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Mehr ein Hauptquartier der oppositionellen kurdischen Partei Komala in der teilautonomen Region Kurdistan im Nordirak mit Kampfdrohnen angegriffen. Die Organisation ist in Iran verboten. Ob Menschen getötet oder verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.
Die iranische Führung bezeichnet zahlreiche kurdische Gruppen im Nachbarland Irak als Terrororganisationen. Auch die kurdische Minderheit im eigenen Land ist nach Einschätzung von Menschenrechtlern staatlicher Unterdrückung ausgesetzt. Angriffe der Revolutionswächter auf kurdische Ziele jenseits der irakischen Grenze hat es bereits mehrfach gegeben; seit Beginn des Kriegs der USA und Israel haben sich die Spannungen im Grenzgebiet weiter verschärft.
Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit schätzungsweise 30 Millionen Angehörigen, die vor allem im Irak, in Iran, Syrien und der Türkei leben. Teile der kurdischen Bevölkerung kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat. Sowohl im Irak als auch in Iran waren Kurden über lange Zeit Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt. Die autonome Kurdenregion im Irak entstand nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003.
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