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China verurteilt drei Betreiber von Betrugszentren in Myanmar zum Tode

Al Jazeera English · 2026-10-13
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Ein Gericht in Quanzhou in der südostchinesischen Provinz Fujian hat Wei Huairen, Chen Dawei und Liao Jingfang aus der sogenannten „Wei-Familien“-Bande zum Tode verurteilt. Wei galt als einer der Anführer und wurde unter anderem des Mordes schuldig gesprochen. Drei weitere Mitglieder erhielten lebenslange Haftstrafen, 55 Angeklagte müssen für drei Jahre und drei Monate bis zu 24 Jahre ins Gefängnis.

Nach Angaben des Gerichts betrieb das Syndikat in Myanmar 14 große Anlagen und erzielte mit Telekommunikationsbetrug, Drogenhandel, organisierter Prostitution, illegalen Kasinos und Menschenhandel mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar. Der Bande wird außerdem die Ermordung von mindestens zwei chinesischen Staatsangehörigen zugerechnet. Laut dem staatlichen Sender CCTV lockte sie Tausende Menschen aus China mit dem Versprechen hoher Löhne nach Myanmar.

Das Urteil ist Teil des verschärften Vorgehens Pekings gegen grenzüberschreitende Betrugsnetzwerke in Südostasien. Die dortigen Betrugszentren arbeiten inzwischen im industriellen Maßstab: Die Internationale Organisation für Migration schätzte im Juli, dass sie bis zu 300.000 Menschen beschäftigen. Viele der überwiegend aus dem Ausland stammenden Arbeitskräfte werden selbst Opfer von Menschenhandel und in gefängnisähnlichen Anlagen dazu gezwungen, mit Online-Maschen insbesondere Menschen in westlichen Ländern zu betrügen, darunter zahlreiche ältere Personen.

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Quelle: Al Jazeera English · über ahirlevel.hu

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