Kinderimpfungen in Europa: Impfquoten sinken nach Corona in 16 Ländern
Nach Jahrzehnten steigender Quoten gehen Kinderimpfungen in Europa zurück: Eine in „The Lancet Regional Health – Europe" veröffentlichte Studie wertete WHO- und Unicef-Daten zu sieben Kinderimpfungen in allen 27 EU-Ländern von 1980 bis 2024 aus. In 16 Ländern sanken die Quoten zuletzt bei mindestens vier Impfungen, in Deutschland bei fünf, und in Bulgarien, Zypern, Irland, den Niederlanden, Rumänien und Schweden bei allen sieben. Die Forscher warnen vor einem Risiko für Herdenimmunität und vor dem Wiederaufleben von Infektionskrankheiten. Als Gründe nennen sie ein Zusammenspiel politischer, sozialer und kultureller Faktoren sowie wachsende Impfzögerlichkeit; die zeitliche Nähe zur Pandemie sei kein Beweis für deren ursächliche Wirkung. Die Analyse soll als Grundlage für abgestimmte EU-Impfstrategien dienen.
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