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Ein Roman nennt die Familie ein „kleines totalitäres System“ — wann hat dich zuletzt ein Buch so erschüttert?

Ein italienischer Roman zeigt die Familie als kleine Diktatur, ein irischer Autor konfrontiert mit unbewältigter Vergangenheit, Halász Judit las mit elf Jahren Krieg und Frieden, und Alice Roberts verlor ihren Glauben wegen Dawkins — die Bücherumfrage der Woche, bei der jetzt du gefragt bist.

  1. Andrea Bajanis neuer Roman zeigt die Familie als „kleines totalitäres System“, geprägt von psychischer und physischer Gewalt — viele italienische Leser erkannten darin eigene Erfahrungen. Wie stehst du zu diesem Bild?
  2. Jan Carsons neuer Roman fragt, wie man nach einem Konflikt weitermachen kann, wenn die Verbrechen der Vergangenheit unaufgearbeitet bleiben — am Beispiel der Troubles in Nordirland. Findest du, Romane sollten sich mit solch schmerzhafter, ungelöster Geschichte auseinandersetzen?
  3. Halász Judit las mit nur elf Jahren Krieg und Frieden und sagt, das habe ihr ganzes Geschichtsbild geprägt. In welchem Alter hast du deinen ersten wirklich dicken, „ernsten“ Klassiker gelesen?
  4. Natalie Portman — mit Harvard-Abschluss und Oscar — steht nun im Zentrum von Rachel Cusks neuer Literaturkontroverse. Was macht die Buchmeinung einer prominenten Person für dich glaubwürdig?
  5. The Guardian empfiehlt vier frisch übersetzte literarische Titel. Wenn du nur einen mit in den Urlaub nehmen könntest, welchen würdest du anhand der kurzen Beschreibung wählen?
  6. Alice Roberts sagt, sie habe ihren Glauben nach der Lektüre von Richard Dawkins hinter sich gelassen. Glaubst du, ein Buch kann wirklich so eine große Wende im Weltbild eines Menschen auslösen?
  7. Gibt es ein Buch oder einen Autor, der wirklich etwas in dir verändert hat — so wie Krieg und Frieden bei Halász Judit oder Dawkins bei Alice Roberts? Welches war es, und was hat es aufgewirbelt?