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Anklage wirft Russell Brand systematische sexuelle Gewalt vor

The Guardian World · 2026-10-14
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Vor dem Londoner Southwark Crown Court hat die Staatsanwaltschaft Russell Brand als „rücksichtslosen, berechnenden und manipulativen“ Sexualstraftäter dargestellt. Dem 51-jährigen Komiker werden drei Vergewaltigungen, drei sexuelle Übergriffe und eine unsittliche Berührung an insgesamt sechs Frauen vorgeworfen. Die mutmaßlichen Taten sollen zwischen 1999 und 2009 in Hotels, an Arbeitsplätzen, in einer Bar und in Brands Haus geschehen sein. Brand bestreitet sämtliche Anklagepunkte und erklärt, er habe nie sexuelle Handlungen ohne Einwilligung vorgenommen.

Laut Anklage setzte Brand seinen wachsenden Prominentenstatus, Manipulation und körperliche Gewalt ein, um seine sexuellen Wünsche durchzusetzen. Eine Frau soll er 1999 nach einem Auftritt am Rande eines Labour-Parteitags in Bournemouth in einem Hotel vergewaltigt haben. Eine weitere soll er 2004 in einer Toilettenkabine in Soho zum Oralsex gezwungen haben. Andere Frauen berichten von unerwünschten Küssen, Berührungen an Brust und Gesäß sowie dem Versuch, eine Mitarbeiterin von MTV in eine Herrentoilette zu ziehen.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf einer Frau, die Brand 2009 nach einer Show kennenlernte. Nach zunächst einvernehmlichem Sex soll er sie in seinem Haus anal vergewaltigt und trotz wiederholter Bitten nicht aufgehört haben; sie habe anschließend mehrere Tage geblutet. Eine spätere Nachricht von ihr, er habe sie „wie ein Tier“ behandelt, soll Brand mit einer Entschuldigung beantwortet haben. Die Verteidigung wird im weiteren Prozess zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

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Quelle: The Guardian World

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